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Jean-Paul-Gymnasium Hof

in Hof
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Kommentare (5) & Fotos (6)

Das Jean-Paul-Gymnasium von der Lessingstraße aus gesehen

Hier erkennt man die Wucht dieses alten Gebäudes.
Des Höfischen Gymnasiums Chronik

Restaurierungsinschrift an der Ostfassade:

"Gottes des dreieinigen, allmächtigen, barmherzigen Heiligtum Auf des Durchlauchtigsten, Gnädigsten Fürsten und Herrn, Herrn Fridrichs Markgrafen zu Brandenburg, für die Höfischen Musen überaus förderliche Anordnung, (ist) diese Hohe Schule, (die) von Herrn Albrecht Alcibiades errichtet,von Herrn Georg Fridrich vergrößert und von den Herren Nachfolgern gefördert (wurde), nach zwei Jahrhunderten komfortabler wiederhergestellt (worden). 1746"

H. Matthes
22.01.2010, 23:09 Uhr

Sommerhaus der Mönche, ab 1546 Gymnasium

Sein berühmtester Schüler war "Jean Paul" (Johann Paul Friedrich Richter)
Die Benennung des Gymnasiums nach Jean Paul - von Oberstudiendirektor Dr. Friedrich Ebert in den Kriegsjahren angeregt - erfolgte zum 400. Jubiläum im Jahre 1946. Das Staatsministerium teilte durch ein Telegramm an das Humanistische Gymnasium Hof mit: ?Zur Feier des 400. Jahrbestehens sendet das Staatsministerium herzliche Glückwünsche. Vom 8. Juli an soll die Anstalt den Namen ?Jean Paul Gymnasium? führen.?

Wie hätte Jean Paul all diese Ehrungen aufgenommen? Was hat ihm das Gymnasium in Hof bedeutet? Wie hat es ihn geprägt? Über diese Fragen wollen wir nachdenken, nicht über die Bedeutung Jean Pauls in der Literatur und über seine Würdigung durch die Wissenschaft heute. Unser Thema ist das wechselseitige Verhältnis von Jean Paul und Gymnasium, das ja einen literarischen Niederschlag gefunden hat.Jean Pauls Schulzeit währte vom 9. Februar 1779 bis 11. Oktober 1780. Der Aufnahme des 16jährigen Johann Paul Friedrich Richter in das Gymnasium war eine Prüfung durch Rektor M. Georg Wilhelm Kirsch (1779 - 1795) vorausgegangen. Der Vorgang ist in den Matrikeln der Schule in lateinischer Sprache festgehalten: ?Joannes Paullus Fridericus Richter, Pastoris oppiduli Schwarzenbaci ad Salam bene meriti filius, coram Patre illius et Rectore Schwarzenbaccensi, qui eo usque

filium instituerat, examinatus dignus omnino visus est, qui in I. classem ascenderet, in quam initio mensis Februarii 1779 intravit.? Im Valediktions-Programm präzisiert Rektor Kirsch: ?Vom Vater selbst zu Anfang des verflossenen Jahres hierher gebracht, entsprach er im Examen so gut, daß nicht das Geringste im Wege stand, ihn sogleich in die oberste Klasse aufzunehmen.? Richter war also von Rektor Karl August Werner gut vorbereitet und betrachtete ihn auch noch später, besonders nach dem frühen Tod des Vaters (1779), als seinen Mentor.

Bezugsquelle: homepage des Gymnasiums

H. Matthes
22.01.2010, 17:44 Uhr

Das Gymnasium im Königreich Bayern

1810 bis 1918:
Nachdem Preußen im Frieden von Tilsit 1807 die fränkische Provinz an Frankreich abgetreten hatte und Hof eine französische Garnisonsstadt geworden war, änderte dieser Vorgang nichts an den Schulver-hältnissen. Dagegen sollte die Eingliederung Hofs in das Königreich Bayern am 4. Juli 1810 von einschneidender Bedeutung für das Gymnasium werden. An Stelle des Konsistoriums trat nun der Staat und führte Aufsicht. Am 7. November 1811 erfolgte die Schließung des Alberto Fridericianum nach 365 Jahren seiner Gründung auf Befehl seiner Majestät des Königs von Bayern, ohne Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Alle Gymnasialschüler mussten entlassen werden. Das Gymnasium war zur Aufnahme der weiblichen Schuljugend zu räumen. An Stelle des alten Gymnasiums sollten zwei verschiedene Anstalten treten: eine Primärschule, eine Art Lateinschule, die mehrere Jahrgänge in einer Abteilung vereinigte, und ein Realinstitut oder Realschule. Die Hofer erkannten, was ein Gymnasium für die Stadt bedeutete. Sie entwickelten eine erstaunliche Initiative zur Wiedereröffnung des Gymnasiums. Bürger aller Kreise verbanden sich in einer unerhörten Opferbereitschaft. Durch freiwillige Beiträge und durch Verzicht auf die inzwischen erfolgte Kriegsentschädigung erhöhte man den Gymnasialfonds auf 10.000 Gulden. Die Opferwilligkeit der Hofer beeindruckte König Max Joseph (1806-1825), so dass er am 20. Oktober 1817 die Wiederherstellung des Gymnasiums befahl. Schon am 6. November 1817 erfolgte die feierliche Einweihung als Königliche Studienanstalt.

H. Matthes
22.01.2010, 17:33 Uhr

Das Gymnasium unter dem Patronat der preußischen Könige

Am 28. Januar 1792 nahm König Friedrich Wilhelm II. von Preußen Besitz von den Fürstentümern Ansbach und Bayreuth und unterstellte diese dem Minister Hardenberg. Die Oberaufsicht über alle Schulen führte nun das Oberschulkollegium in Berlin aus. Ihm untergeordnet war die Kriegs- und Domänenkammer in Ansbach, die die Funktion eines Provinzialschulkollegiums ausübte. Das wichtigste Ereignis in der neuen Ära war die Einführung des preußischen Abiturs an den drei erhaltenen Gymnasien.

H. Matthes
22.01.2010, 17:24 Uhr

Ansicht von der Ecke Schützenweg/Lessingstraße

Von den alten Gemäuer des ehemaligen Klarissenklosters stehen nur noch ein paar feste Grundmauern und ein einziger Bau, welcher heute noch als Teil des Jean-Paul-Gymnasium genutzt wird. Erkennen kann man hier gut die wuchtigen Fundamente.

"Albrecht Alkibiades (1541 - 1557) hat durch die Stiftung des Klosters und durch dessen Einkünfte den Grund zu diesem Gymnasium gelegt. Bei den jährlichen Stiftungsfesten der Schule wurde er bis 1811 als der Stifter des Gymnasiums gefeiert. Dieses wurde nach ihm Albertinum benannt. "

H. Matthes
22.01.2010, 12:54 Uhr

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